Handwerk, Praxis & Inspiration

16 | Vom Fällverbot zur grünen Infrastruktur

Die Muster-Gehölzschutzsatzung des AK Politik

→ mit Michael Felstau

Kommunaler Gehölzschutz braucht mehr als Fällverbote: Er erfordert klare Prüfkaskaden, zukunftsfeste Kompensation und breite Akzeptanz vor Ort. Der Arbeitskreis Politik des NaturGarten e.V. hat deshalb eine Muster-Gehölzschutzsatzung entwickelt, die Gehölze konsequent als grüne Infrastruktur und Gesundheitsschutz begreift.

Der Entwurf schützt neben Bäumen auch Hecken, Kletterpflanzen und Biotopholz. Er garantiert fachgerechte Pflegefreiheit und stellt den Erhalt an die erste Stelle. Muss doch gefällt werden, greift ein differenziertes Punktemodell zur Ermittlung von Kompensationsmaßnahmen statt starrer Baumersatzpflanzungen: Biotopholz mindert die Ausgleichspflicht, während vorausschauende Pflanzungen, Ammenbeete und Schwammstadt-Konzepte als vollwertige Alternativen anerkannt werden. Ein Baumfonds ermöglicht gezielte Zuschüsse für zusätzliche Aufwendungen.

Vor der Veröffentlichung wollen wir die Satzung gemeinsam mit Euch auf Herz und Nieren prüfen. Eigene Fallbeispiele aus Baupraxis, Garten oder Verwaltung sind herzlich willkommen – bitte nach der Anmeldung an felstau@naturgarten.org schicken. Anhand dieser konkreten Fälle testen wir beim Workshop gemeinsam die Praxistauglichkeit unseres Entscheidungsbaums.

Workshopraum: folgt

Foto: Carola Hoppen